32. Kamener Sparkassen-Triathlon

Verbesserung um 10 Minuten und doch nicht zufrieden

Vor gut einem Jahr schob ich mein Trekkingrad in das Kamener Freibad zu meinem ersten Triathlon. Die erste Disziplin das Schwimmen erfolgte vollständig durch die Brusttechnik und das anschließende Radfahren wirkte eher wie eine ruhige Radtour. Lediglich beim Laufen konnte ich meine Vorstellungen erfüllen.

Triathlon-Hausaufgaben erledigt?

Mittlerweile habe ich die Zeit nutzen können und habe mehr Kilometer durch meine 2 Marathons, sowie Trainingskilometer auf dem Rennrad hinter mich gebracht. Besonders beim Radfahren habe ich ein wenig investiert und ein gebrauchtes Cervelo-Rennrad gekauft. Mit Hilfe einer Trainingsrolle konnte ich so auch einige Kilometer im heimischen Keller abstrampeln. Doch beim letzten „Ausritt“ traten plötzlich Probleme auf. Nachdem ich frühmorgens 28 Kilometer rund um Kamen gefahren war, stieg ich beim Bäcker vom Rad und es schoss mir in den Rücken. Ich konnte nicht mehr richtig aufrichten und gerade laufen.

Dank des Internets konnte ich jedoch das Problem schnell lokalisieren. Das Rad war noch nicht richtig auf meine Größe eingestellt. Ich senkte den Sattel, schob ihn ein wenig nach vorne und schon konnte ich ohne Probleme vom Rad steigen.
Auch beim Schwimmen hatte ich in der Zwischenzeit etwas mehr trainiert. Unterstützend nahm ich auch an einem Kraulseminar vom triathlon.de teil. Hausaufgaben waren somit erledigt. So dachte ich.

Lasset die Spiele beginnen

Ich kam gefühlt gut vorbereitet und mit viel Vorfreude ins Freibad. der 2. Triathlon stand an.Doch manchmal braucht es nur eine Kleinigkeit und das gute Gefühl ist weg. Ich sollte auf Bahn 1 schwimmen. Doch in Bahn 1 war noch eine Treppe, wie sollte das gehen?
Bei der Teilnehmerbesprechung hieß es dann, alle Teilnehmer aus Bahn 1 sollen sich auf die anderen Bahnen verteilen. Leider wussten die Helfer an den Bahnen davon aber nichts. Also rannte ich rum und suchte eine Bahn zum Mitschwimmen. Da alle Bahnen voll waren, wurde ich nicht mit Kusshand begrüßt.

Ohne mich nur einem Meter einzuschwimmen, startete ich als Vorletzter in der Bahn und hoffte, mit dem Kraulen gut in den Wettkampf zu kommen. Doch der Kopf macht zu. Totale Blockade. Im Frust über mich selbst, wechselte ich dann wieder in die Brusttechnik, um so irgendwie vorwärts zu kommen.
Leider erreichte ich dadurch nur die gleiche Zeit wie im Vorjahr, aber ich war überzeugt nun beim Radfahren und Laufen Zeit gutmachen zu können.

Endlich im Wettkampf angekommen

Ich konnte schon nach kurzer Zeit die ersten Teilnehmer überholen. Es lief viel besser als noch auf dem Trekkingrad im letzten Jahr. Lediglich der starke Wetterumschwung und zwei Rentner, die plötzlich die Strecke überquerten, konnten mich ein wenig ausbremsen. Mit knapp 52 Minuten auf den 24 Kilometern war ich deutlich schneller als im Vorjahr.

So ging es motiviert auf die 5 Kilometer-Laufstrecke in Kaiserau. Erneut konnte ich einige Teilnehmer überholen und lief nach 23 Minuten über die Ziellinie.

Im Vergleich zum Vorjahr konnte ich mich um ca. 10 Minuten verbessern, da sich das Teilnehmerfeld aber auch verbessert hat, landete ich erneut auf dem 100.Platz.

8. AOK – Firmenlauf Dortmund

AOK und BVB, olé olé

Kurzfristig bekam ich die Möglichkeit im Team Schwatzgelb.de beim 8. AOK-Firmenlauf Dortmund rund um den Phoenixsee zu laufen.
Der Start zur 6,7 km lange Strecke war direkt am Hochofenwerk im Gewerbegebiet Phoenix West und somit schon einmal in einer sehr imposanten Kulisse. Oder wie man bei uns im Ruhrgebiet sagt, im Schatten der Industriekultur.
Den Lauf wollte ich zur letzten Leistungsüberprüfung vor dem Triathlon in Kaiserau nutzen und plante daher mit einem Schnitt von 5:00 zu laufen.
Wir reihten uns in die Startblöcke ein und plötzlich befanden wir uns im Block unter 30 Minuten. Alles klar, dann lasse ich wohl doch erst einmal einige Läufer vorbei.

Ballern statt Plan

Doch mit Startbeginn war der Plan passé und die Änderung hieß Ballern.
Die ersten Kilometer lief ich unter 4:30. Die Strecke und die Mitläufer luden aber auch zu solch einem Tempo ein. Bei hervorragenden sonnigen 18 Grad zog die Karawane um den Phoenixsee zurück zu Phoenix West.
Bei 30:12 erreichte ich die Ziellinie und wurde ihm Ziel bereits von Stolle und Hussi, die beide Zeiten um 25:00 liefen erwarten. Die restlichen Starter vom Team Schwatzgelb.de erreichten in kurzen Abständen ebenfalls das Ziel.

Firmenlauf um den Phoenixsee – Eine wirkliche tolle Veranstaltung

Der AOK-Firmenlauf ist ein schöner Lauf in einer wirklichen tollen Umgebung. Ebenfalls ist die Verpflegung im Ziel sehr positiv hervorzuheben. Da unsere Firmen in den nächsten Jahren in das Gewerbegebiet Phoenix West umzieht, hoffe ich demnächst mit der Firma dort laufen zu können.

Platz 150
Platz (Altersklasse: M40) 137
6,7 km 00:30:12

44. Internationaler Kamener Volks und Straßenlauf 2016

Um 7:00 Uhr klingelte der Wecker. Der erste Blick ging nach draußen. Es regnete nicht und somit stand fest, ich laufe gleich in Methler beim traditionellen Mailauf des TVG Kaiserau.

Nur eine Woche nach dem Marathon in Düsseldorf traute ich mir keinen Halbmarathon wie im letzten Jahr zu, sondern startete diesmal über die 10km-Strecke. Eine weise Entscheidung, wie sich noch später rausstellte.

Da auf der Homepage stand, dass Anmeldungen am Tag noch bis 1 Stunde vor Start möglich sind, fuhr ich kurz vor Anmeldeschluss zum Bürgerhaus in Methler und zahlte das Startgeld von 13,50€.

Gemeinsam mit Eike ging es anschließend zum Start auf dem Sportplatz des SuS Kaiserau. Nach dem Start des Halbmarathons um 9:30 Uhr bildete sich eine große Traube aus 10km und 5km-Läufern und Walkern. Ein gemischtes Feld was den Start komplizierte. Eine Einteilung nach Läufern und Walkern hätte das Feld etwas entzerren können, aber so musste ich mich erst einmal durchkämpfen.

Eike und ich hatten das Ziel an die 45 Minuten ranzulaufen und starteten dadurch sehr optimistisch. Die durchschnittliche Kilometerzeit von 4:15 merkte ich ab Kilometer 3-4. Ich kämpfe um zumindest die 4:30 zu halten. Jedoch spürte ich deutlich die Strapazen aus der Vorwoche beim Marathon. Eike baute einen Vorsprung von ca. 50-100 Meter zu mir auf.

Zum Glück pendelten sich seine Zeiten nun auch bei 4:30 ein, so dass der Abstand gleichblieb und ich Ihn als Motivation nutzen konnte. Bei der Motivation blieb es jedoch. Die Hoffnung ihn noch einzuholen, musste ich auf dem letzten Kilometer aufgeben. Der Oberschenkel wurde härter und machte langsam zu. Mit 4:40 rettete ich mich ins Ziel.

In Berlin zeigte die Uhr 5 Sekunden über 1:45. In Methler waren es wieder 5 Sekunden über der Wunschzeit. Zum zweiten Mal in diesem Jahr lief ich somit knapp über meiner Wunschzeit über den Zielstrich.

Als Belohnung gab es trotzdem im Ziel bei Sonnenschein, die vorher schon anvisierte Erbsensuppe.

14. METRO GROUP Marathon Düsseldorf 2016

Olympianorm verpasst, Minimalziel erreicht

Was im Herbst möglich ist, werde ich doch auch im Frühjahr schaffen, dachte ich. Und so meldete ich mich zum METRO GROUP Marathon in Düsseldorf an. Die Planung war gemeinsam mit Jockel die 42km durch die Straßen Düsseldorfs zu bewältigen.

Vorbereitung auf dem Laufband

Winterzeit ist aber nicht meine Trainingszeit. Das Laufen in der Dunkelheit bei Nieselregen, Schnee und kalten Temperaturen sind nicht meins. Zum Glück konnte ich einige Laufeinheiten in Rahmen der Frühjahrsmessen auf dem Laufband ausführen, doch am Ende wich das Trainingspensum vom Plan ab.

Wir starteten mit dem Ziel 3:55 laufen.

Die Abholung der Startunterlagen haben wir problemlos bereits am Samstag erledigt. Es hätte aber wahrscheinlich auch gereicht, die Unterlagen erst am Sonntag abzuholen, da die Schlangen bei der Ausgabe nicht wirklich lang waren.

Im Vergleich zum Marathon in Berlin läuft beim Marathon Düsseldorf vieles lockerer. Wirkt zwischendurch sogar etwas chaotisch.

Start am Rhein bei Sonnenschein

Die 16.000 Läufer verteilten sich auf 5 Blöcke. Anders als in Berlin, wo jeder Block strikt getrennt wurde, waren in Düsseldorf die Blöcke nur durch Absperrband unterteilt. So fand die Einteilung in die Blöcke wohl eher auf dem Papier statt. Mit ist zumindest nicht aufgefallen, dass dort ernsthaft kontrolliert wurde.

Die ersten Meter liefen wir direkt am Rhein Richtung Messe, um dann anschließend teilweise in Schleifen durch Düsseldorf zu laufen.

Jockel und ich liefen fast durchgängig einen 5:20 Schnitt. Dies war eigentlich so nicht geplant, da wir das Tempo langsam steigern wollten. Das Tempo passte uns beiden jedoch hervorragend und so zogen wir es trotz sehr wechselnden Wetterbedingungen bis zum Ziel fast vollständig durch.

Positiv überrascht war ich von der Verpflegung am Straßenrand. Fast alle 5km gab es Wasser und Isotonische Getränke. Mit der Länge des Laufes wurde die Verpflegung dann um Bananen, Cola, Gels erweitert. Gefühlt waren es schon fast zu viele Verpflegungspunkte.

Die Strecke ist wirklich sehr gut zu laufen. Es gibt leichte Steigungen, bspw. vor Brücken, aber insgesamt ein recht flacher Lauf. Daher nutzen einige Läufer den Marathon Düsseldorf um sich für die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro zu qualifizieren. Hendrik Pfeiffer erfüllte die Olympianorm und wird nun im Sommer für Deutschland an den Start gehen.

Wir verpassten die Olympianorm, erreichten aber unser Minimalziel. Bei 3:54:40 überquerten wir die Ziellinie.

Mit den Laufen im Frühjahr bin ich sehr zufrieden. Der Halbmarathon in Berlin und der Marathon Düsseldorf brachten gute Ergebnisse und somit auch eine gute Grundlage für die weiteren Wettkämpfe in diesem Jahr. Highlight wird der Marathon in Berlin sein. Mal sehen, mit welchem Ziel ich diesmal in Berlin an den Start gehen werde.

Platz 1270
Platz (Altersklasse: M40) 192
10 km 00:55:31 (00:55:31)
20 km 01:48:58 (00:53:27)
HM-1 01:57:35
30 km 02:46:18 (00:57:20)
40 km 03:42:46 (00:56:28)
42 km 03:54:40 (HM-2 01:57:05)

36. Berliner Halbmarathon

Der erste und einzige offizielle Belastungstest vor dem Marathon in Düsseldorf stand an und wie schon im letzten Jahr eröffnete ich die Laufsaison mit dem Halbmarathon in Berlin. 21.0975 km durch die Straßen der Hauptstadt bei perfektem Laufwetter. Bei 18°C liefen ca. 34.000 Menschen gemeinsam mit meinem Schwager und mir durch Berlin.
Auch wenn die dunklen Wintermonate nicht wirklich meine besten Trainingsmonate sind und ich die Zeit auch nutze, um meine Schwimmleistungen für den Triathlon zu verbessern, lief ich Bestzeit. Aber wie es so ist, bin ich ein wenig enttäuscht. Im Ziel fehlten 6 Sekunden um die Grenze von 1:45 zu unterbieten. Dieses hätte ich gerne geschafft, auch wenn ich nicht mit dem Ziel ins Rennen gestartet bin. So zeigte die Uhr im Ziel 1:45:05. In diesem Jahr wird die Marke aber hoffentlich noch geknackt werden.
Nach dem die Ausgabe der Startunterlagen beim letztjährigen Halbmarathon und beim Marathon am alten Flughafen Berlin-Tempelhof durchgeführt wurde, mussten wir diesmal zur Station Berlin fahren. Die Parkplatzsituation vor Ort war am Samstagmittag dank eines angrenzenden Parkhauses sehr gut, dies war in Tempelhof teilweise sehr chaotisch. Positiv war ebenfalls die Trennung der Ausgabe von der Messe Berlin Vital, so dass schon frühzeitig Besucher und Teilnehmer unterschiedliche Wege mussten. Als Teilnehmer stand man sofort in der Schlange zur Ausgabe und konnte anschließend ohne Hektik die Messe besuchen.
Nach dem wir nachmittags noch ein wenig Sonne genossen haben, folgte am Abend dann die obligatorische Pasta Party zur letzten Stärkung.
Um 7 Uhr klingelte der Wecker und langsam stieg die Spannung bzw. die Vorfreude an. Besonders groß wurde die Freude durch Wettervorhersage. Endlich mal wieder ein Lauf bei Sonnenschein und schönen angenehmen Temperaturen. Mal sehen, wie der Körper auf den plötzlichen Temperaturanstieg reagiert, nach dem in den Vorbereitungswochen durchgängig bei unter 10°C gelaufen wurde. Zum Glück bestand mein Koffer zu 90% aus Laufbekleidung, so dass ich mich im Endeffekt für eine kurze Hose und einer Trainingsjacke entschieden habe.
Da wir gemeinsam das Ziel erreichen wollten, starteten wir mit Kilometerzeiten um die 5:00 Minute. Ein hervorragendes Tempo bei dem wir uns unterhalten, aber gleichzeitig auch einige Läufer überholen konnten. Es lief für uns beide so gut und durch Unterstützung der Zuschauer am Straßenrand, so erhöhten wir ab Kilometer 12 das Tempo ein wenig.
Ich rechnete hoch. Aktuell laufen wir auch eine Zielzeit unter 1:50. Wenn wir jetzt noch Gas geben, ist die 1:45 drin. Kai konnte eine Temposteigerung nicht mehr mitgehen und fiel ein wenig zurück. Ich lief nun Kilometerzeiten von 4:30, um unter 1:45 zu kommen. Aber leider reichte es nicht. Es fehlten 5 Sekunden um die Zeit zu knacken. Enttäuscht und doch zufrieden warte ich auf Kai im Ziel.
Der Halbmarathon in Berlin war wie jedes Jahr sehr gut besucht. Die vielen Zuschauer sorgten für hervorragende Stimmung in den Straßen, die jeden Läufer pusht. Eine sehr schöne und leichte Strecke, die ich nur empfehlen kann. Wenn das Wetter so wie in diesem Jahr so mitspielt, macht es richtig Bock.
Die Organisation in der Station Berlin war ebenfalls sehr positiv. Also wieder eine tolle Veranstaltung, im nächsten Jahr gerne wieder.

Platz 4124
Platz (Altersklasse: M40) 604
5 km 00:25:41
10 km 00:51:02
15 km 01:16:20
HM 01:45:05

31. Barbara-Runde

„In einem kleinen Dorf wohnte einst ein Mädchen mit dem Namen Barbara. Barbara war in der ganzen Gegend für Ihren ausgezeichneten Rhabarberkuchen bekannt. Weil jeder so gerne Barbaras Rhabarberkuchen aß, nannte man sie Rhabarberbarbara. Rhabarberbarbara merkte bald, dass sie mit ihrem Rhabarberkuchen Geld verdienen könnte. Daher eröffnete sie eine Bar: Die Rhabarberbarbarabar.“

Damit viele Gäste kommen, starte Barbara eine Laufserie. Die Barbara-Runde. Nun so oder ähnlich, wird es ganz bestimmt nicht gewesen sein. Die Barbara-Runde wird jährlich vom SuS Oberaden durchgeführt und ist traditionell ein Teil der Hellweg-Laufserie.

Am 14. November bei typischen November-Wetter starteten 298 Läuferinnen und Läufer um 10km durch die Oberadener und Bergkamener Wälder zu laufen. Neben dem 10km Hauptlauf wurde auch ein 5km-Lauf, 10km Walking und einige Kinderläufe angeboten.

Zum Glück regnete es während des gesamten Laufes nicht wie am Vormittag, jedoch war die Waldwege gespickt mit kleinen Stolperfallen in Form von Pfützen und Schlammfeldern.

Start der Barbara-Runde war auf dem Sportplatz des SuS Oberaden und zunächst liefen wir ca. 300 über die Tartanbahn bevor es durch die Straßen sowie Feld- und Waldwege Oberadens ging.

Kurz nach dem Start schloss ich mich einer 5er Gruppe an. Mit einem Schnitt knapp unter 4:30 war ich gut unterwegs. Jedoch unterschätze ich die Höhenmeter. Einen so hügeligen Lauf hatte ich nicht erwartet, so dass ich kurz nach der 5km Marke das Tempo rausnehmen musste. Einige Läufer musste ich an mir vorbeiziehen lassen. Die Gruppe blieb in Sichtweite, aufschließen konnte ich jedoch nicht mehr. Nach der kleinen Verschnaufphase konnte ich das Tempo wieder auf 4:30 erhöhen und zum Glück mich wieder an dem einen oder anderen vorbeikämpfen.

Fast auf der Ziellinie konnte ich noch weitere Läufer hinter mir lassen. Dieses Glücksgefühl hielt nicht lange an, denn auf dem letzten Meter wurde ich noch locker von einer jungen Läuferin der LG Osnabrück überholt. Immerhin bin ich mit 45:21 Min als 53. Teilnehmer ins Ziel eingelaufen und somit nur knapp an den Top 50 vorbei.

Platz 53
Platz (Altersklasse: M35) 4
5 km 00:22:11
10 km 00:45:21

 

Fotoquelle: http://www.wa.de/sport/werne-bergkamen-herbern/31barbararunde-oberaden-5866937.html

42. BMW Berlin-Marathon 2015

Der Höhepunkt meines Laufjahres stand an. Der Berlin Marathon, mein zweiter Marathon seit 2008. Ein Marathon ist, wenn man es richtig macht, nicht nur die Leistung am Lauftag, sondern ein Ergebnis eines monatelangen Trainings.

Da ich den ersten Marathon mit sehr wenig Training in über 4 Stunden und 30 Minuten beendete, wollte ich dies mal die 4 Stunden knacken. Also bereite ich mich dieses Mal richtig vor. Im Internet suchte ich mir einen Trainingsplan und entschied für eine Zielzeit von 3h30. Ich dachte mir, wenn ich den Plan nicht zu 100% erfüllen kann, werde ich mich meine Wunschzeit von 4 Stunden auf jeden Fall erreichen. Daher setze ich Trainingsziel höher an.

Am 6. Juli starte ich in meinem Sommerurlaub auf Langeland mit den ersten Trainingsläufen.

Der gewählte Trainingsplan erwies sich auch für Berufstätige als sehr praktikabel. Die längeren Läufe waren jeweils auf Samstag bzw. Sonntag terminiert und so konnte ich dies bspw. hervorragend mit dem Besuch beim Bäcker verknüpfen. Und jeden Sonntag traf ich die gleichen Laufgruppen auf den Feldwegen rund um Kamen.

Die Vorbereitung lief besser als erwartet. Die Trainingsläufe variierten zwischen Dauerläufen, Intervalltrainings und langen Testläufen. Dank meiner Polar V800 habe durchgängig nach Herzfrequenzbereichen trainiert.

Als Testwettkämpfe hatte ich den Nurbürgringlauf und den Kemnader Burglauf bestimmt.

Das Training über 12 Wochen lief bis Trainingswoche 9 problemlos durch, doch dann bekam ein großes Motivationsloch. Die Läufe alleine durch Kamen nutzen sich ab. Selbst Änderungen an der Playlist konnte meine Stimmung nicht steigern und ich kam langsam keine Lust mehr. Einen längeren Lauf am Sonntag brach ich nach 19 km ab, weil ich mich für die restlichen Kilometer nicht mehr aufraffen konnte. Der Körper hatte noch Kraft, aber der Kopf war platt.

Der Trainingslauf für den Phoenixsee Halbmarathon brachte dann einen wichtigen Schub. Beim Testlauf starteten drei Trainingsgruppe und ich ordnete mich bei der 5:00-Gruppe ein. Der erste Lauf in einer Gruppe. Mit Unterhaltungen untereinander. Es lief hervorragend. Bei strömenden Regen und Donnerwetter liefen wir den 5:00-Schnitt.

Die letzten 2 Wochen zeichneten sich durch verminderte Belastungen aus, so dass die letzte Woche komplett unter dem Ziel Carbo Loading stand. Mit jedem Tag weniger

Gut vorbereitet und hoch motiviert ging es Samstagmorgen in die Hauptstadt, um die Startunterlagen abzuholen.

Der obligatorische Besuch beim Italiener mit Nudeln und Tomatensoße läutete den Höhepunkt ein.

Nach dem ich die Nacht überraschend gut geschlafen hatte, ging es früh morgens raus aus dem Bett. Das Programmheft mit Strecke habe ich dann beim leichten Frühstück als letzten Motivationsschub gelesen und anschließend mit voller Vorfreunde die letzten Schritte zum Start zu gehen.

Vor Ort traf ich noch Jockel und Stefan, die ebenfalls die Marathon liefen, jedoch aufgrund der besseren Vorergebnisse in anderen Startgruppen zugeordnet waren.

Ich wartete im letzten Startblock auf den Startschuss. Einerseits wurde ich immer nervöser und andererseits wurde ich immer gelassener. Während andere Starter sich schon stundenlang einreihten, hielt ich mich noch außerhalb der Masse auf.

Dann endlich waren wir dran. Der Countdown wurde auch für uns runtergezählt und die Masse startete auf die 42 km lange Strecke durch Berlin.

Von Anfang an hielt ich mich an meinen Plan, den ich mir vorher noch um mein Handgelenk geklebt hatte. Der erste Kilometer lief ich bewusst noch etwas langsamer, um so richtig ins Rennen zu kommen und nicht dank der Nervosität zu überpowern.

Läufer um Läufer konnte ich überholen und erreichte nach 01:48:45 die Halbmarathon-Marke. Ich war voll im Soll, immerhin hatte ich einen Plan, in dem ich die zweite Hälfte mit einem höherem Tempo laufen sollte. Ich war im Vorherein sehr skeptisch, ob dies klappen wird. Aber es klappte. Kilometer um Kilometer lief ich wie eine Dampflok. Mein Körper zeigte überhaupt keine Schwächen und mein Kopf ließ sich weiter von den Zuschauer-Massen am Streckenrand beflügeln.

Die Verpflegungsstationen sah ich nur noch als Bremsstationen an. Die Leute rasteten dort und nahmen in aller Ruhe ihre Verpflegung ein. So zog ich scharf an die Stationen ran und wechselte mit den Getränkebecher sofort wieder auf die andere leere Straßenseite, um sofort wieder Geschwindigkeit aufzunehmen.

Noch 3 Kilometer. Ich blickte auf die Uhr, um rechnete hoch und realisierte, dass ich die 3:30 heute nicht unterbieten werde. Und plötzlich machte es klick im Kopf. Klick? Nein, es hämmerte. Da war da man mit dem Hammer. Es bremste mich. Mit letzter Motivation kämpfte ich mich plötzlich über die letzten 3 Kilometer. Und dann kam das Brandenburger Tor in Sichtweite. Das Ziel. Mein Ziel. Mein Ziel unter 4 Stunden zu bleiben. Geschafft. Mein Ziel unter 3:45 zu bleiben. Geschafft. Ich riss die Arme in die Luft und jubelnd überquerte ich die Ziellinie. Wahnsinn. Ein so geiler Lauf.

Platz 9072
Platz (Altersklasse: M35) 1579
Platz (Männer) 8270
5 km 00:26:09
10 km 00:52:03 (00:25:54)
15 km 01:17:55 (00:25:52)
20 km 01:43:19 (00:25:24)
HM-1 01:48:45
25 km 02:08:22 (00:25:03)
30 km 02:33:46 (00:25:24)
35 km 02:58:48 (00:25:02)
40 km 03:23:57 (00:25:09)
42 km 03:35:33 (HM-2 01:46:48)

Fotoquelle: http://www.bmw-berlin-marathon.com/news-und-media/pressebereich/

10. Kemnader Burglauf 2015

Als letzten offiziellen Vorbereitungslauf vor dem Berlin Marathon habe ich den Kemnader Burglauf ausgesucht. Ein Halbmarathon der zweimal um den Kemnader Stausee führt. Die Laufstrecke um den Stausee kenne ich bereits aus dem Training. Vor einiger Zeit bin ich Strecke bereits mit Freundinnen gelaufen.

Bereits früh am Morgen knallte die Sonne und es war klar, dass die Temperaturen die größte Herausforderung darstellen wird. Die Strecke ist zwar von Bäumen umgeben, aber diese spendeten fast überhaupt keinen Schatten.

Die Startunterlagen wurden in der Burghof ausgegeben und hier waren auch alle Verpflegungsstände aufgebaut. Es gab Kaffee, Kuchen und das übliche. Die Kulisse wirkte schon einmal sehr schön.

Bei schweißtreibenden 35 Grad ging es auf die Strecke. Mit Zwischenzeiten von knapp 4:50 Minuten pro Kilometer war ich sehr gut unterwegs. Bei der 7km-Markierung wartete Steffi mit Annika Gomell auf mich. Die kurze Unterstützung wirkte sofort. Die 10 Kilometer-Marke erreichte ich nach ca. 47 Minuten und war somit deutlich unter bisherigen Referenzzeiten. Und dies bei den tropischen Temperaturen. Nun hieß es kämpfen und das Tempo weiterhin hochhalten.

Bis Kilometer 14 lief dies hervorragend. Mit Zeiten knapp unter 5 Minuten pro Kilometer wäre eine Zielzeit um 1:40:00 möglich gewesen. Doch plötzlich kam der Mann mit dem Hammer, der anscheinend bisher irgendwo im Schatten auf mich gewartet hatte. Die Zeiten gingen rapide hoch. Teilweise bis 5:50 pro Kilometer. Ich kämpfte mich über den Asphalt und kam letztlich mit 1:45:18 ins Ziel. AHHHHH, 8 Sekunden schneller und ich hätte die 1:45:00 gepackt. Ich war ein wenig enttäuscht, aber aufgrund der hohen Temperaturen mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Der Lauf macht echt Spaß und die Strecke ist gut zu laufen. Gelaufen wird auf dem Fahrradweg um den Stausee und da die Strecke auf für andere freigegeben ist, gab es so manchen Spruch der Fahrradfahrer zu hören.

Platz 45
Platz (Männer) 44
5 km 00:23:19
10 km 00:47:40
15 km 01:12:15
HM 01:45:18

Fotoquelle: http://www.kemnader-burglauf.de/index.php/fotogalerie

35. Nürburgringlauf 2015

Zu Fuß auf dem Nürburgring

Da ich dies mal besser vorbereitet in den Marathon starten wollte, als noch beim ersten Marathon in Köln, informierte ich mich im Internet über geeignete Trainingspläne. Ich wählte schließlich einen 3:30h-Plan von Runnersworld und fing mit dem Training im Urlaub auf Langeland in Dänemark an.

In der 3. Vorbereitungswoche auf den Berlin Marathon stand der erste offizielle lange Wettkampf an. Gemeinsam mit Thomas und Judith wollten wir die Grüne Holle am Nürburgring bezwingen. Schwedenkreuz, Adenauer Forst, Kesselchen, Hohe Acht oder Schwalbenschwanz. Begriffe, die für jeden Motorsportfan wie Musik in den Ohren klingt. Diese durchzulaufen ist dann doch eine ganz andere Herausforderung.

Das Training auf Langeland war schon nicht ganz leicht, da es überraschend viele Steigungen gab, für den Nürburgringlauf war es ein guter Vorgeschmack.

24,4 km auf der Nordschleife mit 528 Höhenmeter war eine echte Herausforderung, vor der ich richtig Respekt hatte. Dies sollte sich auch bewahrheiten.

Nach dem Regen und kommt die Sonne

Bei sehr durchwachsenen Wetterverhältnissen starteten wir auf der Start- & Zielgeraden der Formel 1-Strecke. Der Lauf findet jedes Jahr gemeinsam mit den traditionellen Rad am Ring-Rennen statt und so war die Rennstrecke gespickt mit Zelten der Radfahrer und Läufer. Naja, zumindest die ersten Meter auf der Grand Prix-Strecke, den bald ging es raus auf die von Bäumen umgebende Nordschleife.

Wie eine lange Schlange zog das Feld über die noch aktive Rennstrecke. Zunächst ging es von ca. 600 Höhenmeter nur bergab auf 325 Meter. Dies ging bis ca. 12 Km. Kleines Ein mal Eins. Es lagen noch 12 km Bergauf vor uns und die zweiten 12 km hatten es echt in sich.

Wer trinkt verliert

Als kleines Highlight kann die letzte Verpflegungsstation vor dem Anstieg angesehen werden.

In der Beschreibung der Strecke wurde sogar empfohlen einige Passagen zu gehen, um Kraft so zu sparen. Nicht mit dem Commander. Ich lief durch.

Die nächsten 7 km waren den geprägt durch den durchgehenden Anstieg und durch die mittlerweile häufig wechselnden Wetterbedingungen. Ob Strömender Regen oder strahlender Sonnenschein, alles wurde geboten.

Als ich die letzte Steigung zur Zielgerade erschöpft erreichte, freute ich mich wahnsinnig. Die vier Buchstaben ZIEL wurden immer größer und die Zuschauertribünen

Fotoquelle: http://www.nuerburgring-lauf.de/pressebilder

31. Kamener Sparkassentriathon 2015

Es ist vollbracht. Ich bin Triathlet. Ja ich habe es gewagt.

Schon seit Jahren reizt mich die Sportart. Ich finde es spannend drei unterschiedliche Sportarten hintereinander durchzuführen. Jedoch gab es bisher immer Hürden. Hier mal die zwei größten:

  • Ich kann nicht gut schwimmen.
  • Ich habe kein vernünftiges Fahrrad.

Den zweiten Punkt kann ich nicht mehr so stehen lassen. Mit den Kindern kauften wir uns zum Fahrradanhänger auch neue Räder. Seit dem besitze ich ein Trekkingrad. Aber die Motivation hiermit ein Triathlon zu absolvieren, wuchs nicht mit jedem Tag an.

Also informierte ich mich auf einigen Triathlon-Seiten, was man für den allerersten Triathlon benötigt. Ich schaute mir Bilder von anderen Wettkämpfen an und suchte nach Trekkingrädern. Vereinzelnd fand ich und so stieg in mir die Motivation. Okay, Schwimmen werde ich noch irgendwie üben können. Also melde ich mich zum Schnuppertriathlon an. 200m Schwimmen, 7,5km Radfahren und 2,5km Laufen bekomme ich doch wohl hin.

Der Termin rückte näher und plötzlich wollten auch Freunde mitmachen. Aber nicht den Schnuppertriathlon, sondern den Breitensporttriathlon. Alles wurde länger. 500m Schwimmen, 24,0 km Radfahren und abschließend 5 km Laufen. Die Hürde wurde wieder größer, aber durch die Teilnahme der Freunde gab es kein Zurück mehr.

Der Tag kam und meine Nervosität wuchs rapide an, als ich mit meinen Kindern die Startunterlagen abholte und in der Wechselzone die Räder sah. Räder??? Nein, die Rennmaschinen sah. Okay, und ich mit meinem Trekkingrad mit Schutzblechen, Licht, Fahrradständer, Gepäckträger usw. Eigentlich fehlte nur noch das Radio…

  1. Juni 2015, 14:15 Uhr: Freibad Kamen

Mit einer Fünfergruppe warte ich im Wasser auf den Start. Kurze Umfrage zwischen allen, welcher Schwimmstil bevorzugt wird. Lustige Schwimmergruppe. Ein einziger Teilnehmer will Kraulen, eine will Rückenschwimmen, der Rest ist im Bruststil unterwegs.

Nach 13:23 Minuten überlaufe ich die Zeitmessung in der Wechselzone aufs Rad. Jetzt kurz die Klamotten wechseln und ab auf Rad. Zack, da reißt die Startnummer vom Band. Zum Glück hilft mir ein Helfer vor Ort mit Sicherheitsnadeln. So komme ich etwas verspätet auch auf die Straße.

Die 24 km Rad auf der Westicker Straße hatte ich einfacher erwartet. Ich bekam überhaupt keine Geschwindigkeit auf den Asphalt. Nach und nach zogen die restlichen Teilnehmer an mir vorbei. Selbst auf die wenigen noch einholbaren verlor ich wichtige Meter. Nach 1:00:46 durfte ich vom Rad steigen. Meine Nervosität vor dem Radfahren war berechtigt. Ob es an mir lag oder am Fahrrad? Ich weiß es nicht. Aber ich war da ganz bestimmt nicht schuldlos.

Zurück zum Wettkampf. Der Wechsel vom Rad in die Laufschuhe lief problemlos. Man gab mir einen Tipp. Ich solle doch nächstes Mal andere Schnürrbänder verwenden. Naja, die paar Sekunden sind glaube ich nicht entscheidend.

In den Laufschuhen fühlte ich gleich besser. Jetzt wurde gefightet. Es dauerte ein paar Meter, aber dann sah ich die ersten vor mir. Ich kämpfte mich heran und überholte doch noch einige Teilnehmer. Meine allergrößte Angst als Letzter den ersten Triathlon zu beenden war besiegt. Nach 5 km hatte ich einige überholen können. Da der Schnuppertriathlon parallel noch lief, wusste ich nicht, aus welchem Wettbewerb die Teilnehmer waren. Aber es tat gut. Die 5km beendete ich in 26:03 Min und so kam ich als 123. der Gesamtwertung ins Ziel.

 

Fotoquelle: Shutterstock