31. Kamener Sparkassentriathon 2015

Es ist vollbracht. Ich bin Triathlet. Ja ich habe es gewagt.

Schon seit Jahren reizt mich die Sportart. Ich finde es spannend drei unterschiedliche Sportarten hintereinander durchzuführen. Jedoch gab es bisher immer Hürden. Hier mal die zwei größten:

  • Ich kann nicht gut schwimmen.
  • Ich habe kein vernünftiges Fahrrad.

Den zweiten Punkt kann ich nicht mehr so stehen lassen. Mit den Kindern kauften wir uns zum Fahrradanhänger auch neue Räder. Seit dem besitze ich ein Trekkingrad. Aber die Motivation hiermit ein Triathlon zu absolvieren, wuchs nicht mit jedem Tag an.

Also informierte ich mich auf einigen Triathlon-Seiten, was man für den allerersten Triathlon benötigt. Ich schaute mir Bilder von anderen Wettkämpfen an und suchte nach Trekkingrädern. Vereinzelnd fand ich und so stieg in mir die Motivation. Okay, Schwimmen werde ich noch irgendwie üben können. Also melde ich mich zum Schnuppertriathlon an. 200m Schwimmen, 7,5km Radfahren und 2,5km Laufen bekomme ich doch wohl hin.

Der Termin rückte näher und plötzlich wollten auch Freunde mitmachen. Aber nicht den Schnuppertriathlon, sondern den Breitensporttriathlon. Alles wurde länger. 500m Schwimmen, 24,0 km Radfahren und abschließend 5 km Laufen. Die Hürde wurde wieder größer, aber durch die Teilnahme der Freunde gab es kein Zurück mehr.

Der Tag kam und meine Nervosität wuchs rapide an, als ich mit meinen Kindern die Startunterlagen abholte und in der Wechselzone die Räder sah. Räder??? Nein, die Rennmaschinen sah. Okay, und ich mit meinem Trekkingrad mit Schutzblechen, Licht, Fahrradständer, Gepäckträger usw. Eigentlich fehlte nur noch das Radio…

  1. Juni 2015, 14:15 Uhr: Freibad Kamen

Mit einer Fünfergruppe warte ich im Wasser auf den Start. Kurze Umfrage zwischen allen, welcher Schwimmstil bevorzugt wird. Lustige Schwimmergruppe. Ein einziger Teilnehmer will Kraulen, eine will Rückenschwimmen, der Rest ist im Bruststil unterwegs.

Nach 13:23 Minuten überlaufe ich die Zeitmessung in der Wechselzone aufs Rad. Jetzt kurz die Klamotten wechseln und ab auf Rad. Zack, da reißt die Startnummer vom Band. Zum Glück hilft mir ein Helfer vor Ort mit Sicherheitsnadeln. So komme ich etwas verspätet auch auf die Straße.

Die 24 km Rad auf der Westicker Straße hatte ich einfacher erwartet. Ich bekam überhaupt keine Geschwindigkeit auf den Asphalt. Nach und nach zogen die restlichen Teilnehmer an mir vorbei. Selbst auf die wenigen noch einholbaren verlor ich wichtige Meter. Nach 1:00:46 durfte ich vom Rad steigen. Meine Nervosität vor dem Radfahren war berechtigt. Ob es an mir lag oder am Fahrrad? Ich weiß es nicht. Aber ich war da ganz bestimmt nicht schuldlos.

Zurück zum Wettkampf. Der Wechsel vom Rad in die Laufschuhe lief problemlos. Man gab mir einen Tipp. Ich solle doch nächstes Mal andere Schnürrbänder verwenden. Naja, die paar Sekunden sind glaube ich nicht entscheidend.

In den Laufschuhen fühlte ich gleich besser. Jetzt wurde gefightet. Es dauerte ein paar Meter, aber dann sah ich die ersten vor mir. Ich kämpfte mich heran und überholte doch noch einige Teilnehmer. Meine allergrößte Angst als Letzter den ersten Triathlon zu beenden war besiegt. Nach 5 km hatte ich einige überholen können. Da der Schnuppertriathlon parallel noch lief, wusste ich nicht, aus welchem Wettbewerb die Teilnehmer waren. Aber es tat gut. Die 5km beendete ich in 26:03 Min und so kam ich als 123. der Gesamtwertung ins Ziel.

 

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