35. Nürburgringlauf 2015

Zu Fuß auf dem Nürburgring

Da ich dies mal besser vorbereitet in den Marathon starten wollte, als noch beim ersten Marathon in Köln, informierte ich mich im Internet über geeignete Trainingspläne. Ich wählte schließlich einen 3:30h-Plan von Runnersworld und fing mit dem Training im Urlaub auf Langeland in Dänemark an.

In der 3. Vorbereitungswoche auf den Berlin Marathon stand der erste offizielle lange Wettkampf an. Gemeinsam mit Thomas und Judith wollten wir die Grüne Holle am Nürburgring bezwingen. Schwedenkreuz, Adenauer Forst, Kesselchen, Hohe Acht oder Schwalbenschwanz. Begriffe, die für jeden Motorsportfan wie Musik in den Ohren klingt. Diese durchzulaufen ist dann doch eine ganz andere Herausforderung.

Das Training auf Langeland war schon nicht ganz leicht, da es überraschend viele Steigungen gab, für den Nürburgringlauf war es ein guter Vorgeschmack.

24,4 km auf der Nordschleife mit 528 Höhenmeter war eine echte Herausforderung, vor der ich richtig Respekt hatte. Dies sollte sich auch bewahrheiten.

Nach dem Regen und kommt die Sonne

Bei sehr durchwachsenen Wetterverhältnissen starteten wir auf der Start- & Zielgeraden der Formel 1-Strecke. Der Lauf findet jedes Jahr gemeinsam mit den traditionellen Rad am Ring-Rennen statt und so war die Rennstrecke gespickt mit Zelten der Radfahrer und Läufer. Naja, zumindest die ersten Meter auf der Grand Prix-Strecke, den bald ging es raus auf die von Bäumen umgebende Nordschleife.

Wie eine lange Schlange zog das Feld über die noch aktive Rennstrecke. Zunächst ging es von ca. 600 Höhenmeter nur bergab auf 325 Meter. Dies ging bis ca. 12 Km. Kleines Ein mal Eins. Es lagen noch 12 km Bergauf vor uns und die zweiten 12 km hatten es echt in sich.

Wer trinkt verliert

Als kleines Highlight kann die letzte Verpflegungsstation vor dem Anstieg angesehen werden.

In der Beschreibung der Strecke wurde sogar empfohlen einige Passagen zu gehen, um Kraft so zu sparen. Nicht mit dem Commander. Ich lief durch.

Die nächsten 7 km waren den geprägt durch den durchgehenden Anstieg und durch die mittlerweile häufig wechselnden Wetterbedingungen. Ob Strömender Regen oder strahlender Sonnenschein, alles wurde geboten.

Als ich die letzte Steigung zur Zielgerade erschöpft erreichte, freute ich mich wahnsinnig. Die vier Buchstaben ZIEL wurden immer größer und die Zuschauertribünen

Fotoquelle: http://www.nuerburgring-lauf.de/pressebilder