44. Internationaler Kamener Volks und Straßenlauf 2016

Um 7:00 Uhr klingelte der Wecker. Der erste Blick ging nach draußen. Es regnete nicht und somit stand fest, ich laufe gleich in Methler beim traditionellen Mailauf des TVG Kaiserau.

Nur eine Woche nach dem Marathon in Düsseldorf traute ich mir keinen Halbmarathon wie im letzten Jahr zu, sondern startete diesmal über die 10km-Strecke. Eine weise Entscheidung, wie sich noch später rausstellte.

Da auf der Homepage stand, dass Anmeldungen am Tag noch bis 1 Stunde vor Start möglich sind, fuhr ich kurz vor Anmeldeschluss zum Bürgerhaus in Methler und zahlte das Startgeld von 13,50€.

Gemeinsam mit Eike ging es anschließend zum Start auf dem Sportplatz des SuS Kaiserau. Nach dem Start des Halbmarathons um 9:30 Uhr bildete sich eine große Traube aus 10km und 5km-Läufern und Walkern. Ein gemischtes Feld was den Start komplizierte. Eine Einteilung nach Läufern und Walkern hätte das Feld etwas entzerren können, aber so musste ich mich erst einmal durchkämpfen.

Eike und ich hatten das Ziel an die 45 Minuten ranzulaufen und starteten dadurch sehr optimistisch. Die durchschnittliche Kilometerzeit von 4:15 merkte ich ab Kilometer 3-4. Ich kämpfe um zumindest die 4:30 zu halten. Jedoch spürte ich deutlich die Strapazen aus der Vorwoche beim Marathon. Eike baute einen Vorsprung von ca. 50-100 Meter zu mir auf.

Zum Glück pendelten sich seine Zeiten nun auch bei 4:30 ein, so dass der Abstand gleichblieb und ich Ihn als Motivation nutzen konnte. Bei der Motivation blieb es jedoch. Die Hoffnung ihn noch einzuholen, musste ich auf dem letzten Kilometer aufgeben. Der Oberschenkel wurde härter und machte langsam zu. Mit 4:40 rettete ich mich ins Ziel.

In Berlin zeigte die Uhr 5 Sekunden über 1:45. In Methler waren es wieder 5 Sekunden über der Wunschzeit. Zum zweiten Mal in diesem Jahr lief ich somit knapp über meiner Wunschzeit über den Zielstrich.

Als Belohnung gab es trotzdem im Ziel bei Sonnenschein, die vorher schon anvisierte Erbsensuppe.