36. Berliner Halbmarathon

Der erste und einzige offizielle Belastungstest vor dem Marathon in Düsseldorf stand an und wie schon im letzten Jahr eröffnete ich die Laufsaison mit dem Halbmarathon in Berlin. 21.0975 km durch die Straßen der Hauptstadt bei perfektem Laufwetter. Bei 18°C liefen ca. 34.000 Menschen gemeinsam mit meinem Schwager und mir durch Berlin.
Auch wenn die dunklen Wintermonate nicht wirklich meine besten Trainingsmonate sind und ich die Zeit auch nutze, um meine Schwimmleistungen für den Triathlon zu verbessern, lief ich Bestzeit. Aber wie es so ist, bin ich ein wenig enttäuscht. Im Ziel fehlten 6 Sekunden um die Grenze von 1:45 zu unterbieten. Dieses hätte ich gerne geschafft, auch wenn ich nicht mit dem Ziel ins Rennen gestartet bin. So zeigte die Uhr im Ziel 1:45:05. In diesem Jahr wird die Marke aber hoffentlich noch geknackt werden.
Nach dem die Ausgabe der Startunterlagen beim letztjährigen Halbmarathon und beim Marathon am alten Flughafen Berlin-Tempelhof durchgeführt wurde, mussten wir diesmal zur Station Berlin fahren. Die Parkplatzsituation vor Ort war am Samstagmittag dank eines angrenzenden Parkhauses sehr gut, dies war in Tempelhof teilweise sehr chaotisch. Positiv war ebenfalls die Trennung der Ausgabe von der Messe Berlin Vital, so dass schon frühzeitig Besucher und Teilnehmer unterschiedliche Wege mussten. Als Teilnehmer stand man sofort in der Schlange zur Ausgabe und konnte anschließend ohne Hektik die Messe besuchen.
Nach dem wir nachmittags noch ein wenig Sonne genossen haben, folgte am Abend dann die obligatorische Pasta Party zur letzten Stärkung.
Um 7 Uhr klingelte der Wecker und langsam stieg die Spannung bzw. die Vorfreude an. Besonders groß wurde die Freude durch Wettervorhersage. Endlich mal wieder ein Lauf bei Sonnenschein und schönen angenehmen Temperaturen. Mal sehen, wie der Körper auf den plötzlichen Temperaturanstieg reagiert, nach dem in den Vorbereitungswochen durchgängig bei unter 10°C gelaufen wurde. Zum Glück bestand mein Koffer zu 90% aus Laufbekleidung, so dass ich mich im Endeffekt für eine kurze Hose und einer Trainingsjacke entschieden habe.
Da wir gemeinsam das Ziel erreichen wollten, starteten wir mit Kilometerzeiten um die 5:00 Minute. Ein hervorragendes Tempo bei dem wir uns unterhalten, aber gleichzeitig auch einige Läufer überholen konnten. Es lief für uns beide so gut und durch Unterstützung der Zuschauer am Straßenrand, so erhöhten wir ab Kilometer 12 das Tempo ein wenig.
Ich rechnete hoch. Aktuell laufen wir auch eine Zielzeit unter 1:50. Wenn wir jetzt noch Gas geben, ist die 1:45 drin. Kai konnte eine Temposteigerung nicht mehr mitgehen und fiel ein wenig zurück. Ich lief nun Kilometerzeiten von 4:30, um unter 1:45 zu kommen. Aber leider reichte es nicht. Es fehlten 5 Sekunden um die Zeit zu knacken. Enttäuscht und doch zufrieden warte ich auf Kai im Ziel.
Der Halbmarathon in Berlin war wie jedes Jahr sehr gut besucht. Die vielen Zuschauer sorgten für hervorragende Stimmung in den Straßen, die jeden Läufer pusht. Eine sehr schöne und leichte Strecke, die ich nur empfehlen kann. Wenn das Wetter so wie in diesem Jahr so mitspielt, macht es richtig Bock.
Die Organisation in der Station Berlin war ebenfalls sehr positiv. Also wieder eine tolle Veranstaltung, im nächsten Jahr gerne wieder.

Platz 4124
Platz (Altersklasse: M40) 604
5 km 00:25:41
10 km 00:51:02
15 km 01:16:20
HM 01:45:05

10. Kemnader Burglauf 2015

Als letzten offiziellen Vorbereitungslauf vor dem Berlin Marathon habe ich den Kemnader Burglauf ausgesucht. Ein Halbmarathon der zweimal um den Kemnader Stausee führt. Die Laufstrecke um den Stausee kenne ich bereits aus dem Training. Vor einiger Zeit bin ich Strecke bereits mit Freundinnen gelaufen.

Bereits früh am Morgen knallte die Sonne und es war klar, dass die Temperaturen die größte Herausforderung darstellen wird. Die Strecke ist zwar von Bäumen umgeben, aber diese spendeten fast überhaupt keinen Schatten.

Die Startunterlagen wurden in der Burghof ausgegeben und hier waren auch alle Verpflegungsstände aufgebaut. Es gab Kaffee, Kuchen und das übliche. Die Kulisse wirkte schon einmal sehr schön.

Bei schweißtreibenden 35 Grad ging es auf die Strecke. Mit Zwischenzeiten von knapp 4:50 Minuten pro Kilometer war ich sehr gut unterwegs. Bei der 7km-Markierung wartete Steffi mit Annika Gomell auf mich. Die kurze Unterstützung wirkte sofort. Die 10 Kilometer-Marke erreichte ich nach ca. 47 Minuten und war somit deutlich unter bisherigen Referenzzeiten. Und dies bei den tropischen Temperaturen. Nun hieß es kämpfen und das Tempo weiterhin hochhalten.

Bis Kilometer 14 lief dies hervorragend. Mit Zeiten knapp unter 5 Minuten pro Kilometer wäre eine Zielzeit um 1:40:00 möglich gewesen. Doch plötzlich kam der Mann mit dem Hammer, der anscheinend bisher irgendwo im Schatten auf mich gewartet hatte. Die Zeiten gingen rapide hoch. Teilweise bis 5:50 pro Kilometer. Ich kämpfte mich über den Asphalt und kam letztlich mit 1:45:18 ins Ziel. AHHHHH, 8 Sekunden schneller und ich hätte die 1:45:00 gepackt. Ich war ein wenig enttäuscht, aber aufgrund der hohen Temperaturen mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Der Lauf macht echt Spaß und die Strecke ist gut zu laufen. Gelaufen wird auf dem Fahrradweg um den Stausee und da die Strecke auf für andere freigegeben ist, gab es so manchen Spruch der Fahrradfahrer zu hören.

Platz 45
Platz (Männer) 44
5 km 00:23:19
10 km 00:47:40
15 km 01:12:15
HM 01:45:18

Fotoquelle: http://www.kemnader-burglauf.de/index.php/fotogalerie

43. Internationaler Kamener Volks und Straßenlauf 2015

Manchmal liegt das Gute doch so nah. Vor genommen hatte ich es mir schon häufiger, aber dann doch nicht durchgezogen. Ein Halbmarathon direkt vor Ort, in meiner Heimat.
Fünf Wochen nach dem Halbmarathon in Berlin startete ich in heimischen Gefilden, um die bisherige Bestzeit für das Jahr 2015 zu verbessern.

Der Start des 43. Internationaler Kamener Volks und Straßenlaufs fand auf einen der Kunstrasenplätze des SUS Kaiserau statt. Bürgermeister Hupe grüßte alle Läufer und Läuferinnen und gab anschließend den Startschuss für die 21,0975 Kilometer. Insgesamt mussten 2 Runden zurückgelegt werden. Die ersten 2 Kilometer gingen durch Westick und anschließend über das Hohe Feld Richtung Südkamen. Diese Strecke bin ich früher regelmäßig mit dem Fahrrad gefahren, aber nie gelaufen. Die Runde durch Südkamen endete wieder auf der Strecke vom Hinweg und somit ging es wieder zum Fußballplatz.

Kurz nach dem Start schloss ich mich einer kleinen Gruppe an, die eigentlich nicht mein Wunschtempo lief. Wir liefen über den vorher geplanten Schnitt. Aber heute passte es. Als wir zum Ende der ersten Runde zum Platz kamen, konnte ich das Tempo weiterhalten und die Gruppe löste sich auf. Die zweite Runde lief also alleine und konnte den Abstand nach und nach vergrößern.
Auf den letzten Kilometern versuchte ich ein letztes Überholmanöver. Jedes Mal wenn ich das Gefühl hatte heranzukommen, wuchs der Abstand kurze Zeit später wieder an. Leider blieb der Kampf erfolglos.

Glücklich erreichte ich nach 1:48:19 das Ziel und freute mich bereits auf die Erbsensuppe.

Platz 34
Platz (Altersklasse: M35) 4
HM 01:48:19

Impressionen vom Lauf.

35. Vattenfall Berliner Halbmarathon 2015

Zum dritten Mal lief ich den Berliner Halbmarathon. Nach dem ich 2009 und 2010 mit Freunden den Rundkurs in Berlin gelaufen bin, ging ich diesmal alleine an den Start. Bei den letzten Starts konnte ich den Lauf immer mit den Besuchen der Auswärtsspiele des BVB im Berliner Olympiastadion verknüpfen. Diesmal haben wir den Rennen zum Familienausflug gemacht. Das erste Mal, dass mich meine Kinder am Straßenrand angefeuert haben.

Aufgrund der fehlenden bzw. veralteten Referenzzeiten startete ich aus dem letzten Block. Bei kühlen Temperaturen zogen 30.000 Läuferinnen und Läufern durch die Straßen Berlins. Vorbei am Berliner Dom, durch das Brandenburger Tor und an weiteren wichtigen Berliner Wahrzeichen zog sich die fast unendliche lange Schlange der Teilnehmer.

Trotz des wenigen Trainings lief es soweit ganz gut. Nach 54:57 Minuten erreichte ich die 10km-Marke. Der Lauf über den Kurfürstendamm mit den vielen Zuschauern am Seitenrand spornt jeden Läufer an. Ich führte ein internes Duell mit einer Dänin, die mich pausenlos überholte und dann wieder zurückfiel. Ob sie oder ich so inkonstant gelaufen bin, kann ich gar nicht sagen.

Die Kräfte hatte ich mir zum Glück so eingeteilt, dass ich am Ende sogar einen langen Endspurt hinlegen konnte und bei 01:57:59 die Ziellinie erreichte. Im Vergleich zu den vorherigen Läufen in Berlin war dies die langsame Zeit, aber es sollte ja auch erst der sportliche Beginn der Laufsaison werden.

Den nicht so fitten Zustand meines Körpers, bzw. die lange Pause habe ich dann ein paar Tage später spüren dürfen. Während der Gartenarbeit setze mich dann ein Hexenschuss aus. Nun kannte ich meine Grenzen und Aufgaben für die nächsten Wochen.

Nicht nur Ausdauer trainieren, sondern auch regelmäßig Kräftigungsübungen durchführen.

Platz 8654
Platz (Altersklasse: M35) 1270
5 km 00:27:29
10 km 00:54:57
15 km 01:23:06
HM 01:57:59

Fotoquelle: http://www.berliner-halbmarathon.de/news-und-media/pressebereich/