32. Kamener Sparkassen-Triathlon

Verbesserung um 10 Minuten und doch nicht zufrieden

Vor gut einem Jahr schob ich mein Trekkingrad in das Kamener Freibad zu meinem ersten Triathlon. Die erste Disziplin das Schwimmen erfolgte vollständig durch die Brusttechnik und das anschließende Radfahren wirkte eher wie eine ruhige Radtour. Lediglich beim Laufen konnte ich meine Vorstellungen erfüllen.

Triathlon-Hausaufgaben erledigt?

Mittlerweile habe ich die Zeit nutzen können und habe mehr Kilometer durch meine 2 Marathons, sowie Trainingskilometer auf dem Rennrad hinter mich gebracht. Besonders beim Radfahren habe ich ein wenig investiert und ein gebrauchtes Cervelo-Rennrad gekauft. Mit Hilfe einer Trainingsrolle konnte ich so auch einige Kilometer im heimischen Keller abstrampeln. Doch beim letzten „Ausritt“ traten plötzlich Probleme auf. Nachdem ich frühmorgens 28 Kilometer rund um Kamen gefahren war, stieg ich beim Bäcker vom Rad und es schoss mir in den Rücken. Ich konnte nicht mehr richtig aufrichten und gerade laufen.

Dank des Internets konnte ich jedoch das Problem schnell lokalisieren. Das Rad war noch nicht richtig auf meine Größe eingestellt. Ich senkte den Sattel, schob ihn ein wenig nach vorne und schon konnte ich ohne Probleme vom Rad steigen.
Auch beim Schwimmen hatte ich in der Zwischenzeit etwas mehr trainiert. Unterstützend nahm ich auch an einem Kraulseminar vom triathlon.de teil. Hausaufgaben waren somit erledigt. So dachte ich.

Lasset die Spiele beginnen

Ich kam gefühlt gut vorbereitet und mit viel Vorfreude ins Freibad. der 2. Triathlon stand an.Doch manchmal braucht es nur eine Kleinigkeit und das gute Gefühl ist weg. Ich sollte auf Bahn 1 schwimmen. Doch in Bahn 1 war noch eine Treppe, wie sollte das gehen?
Bei der Teilnehmerbesprechung hieß es dann, alle Teilnehmer aus Bahn 1 sollen sich auf die anderen Bahnen verteilen. Leider wussten die Helfer an den Bahnen davon aber nichts. Also rannte ich rum und suchte eine Bahn zum Mitschwimmen. Da alle Bahnen voll waren, wurde ich nicht mit Kusshand begrüßt.

Ohne mich nur einem Meter einzuschwimmen, startete ich als Vorletzter in der Bahn und hoffte, mit dem Kraulen gut in den Wettkampf zu kommen. Doch der Kopf macht zu. Totale Blockade. Im Frust über mich selbst, wechselte ich dann wieder in die Brusttechnik, um so irgendwie vorwärts zu kommen.
Leider erreichte ich dadurch nur die gleiche Zeit wie im Vorjahr, aber ich war überzeugt nun beim Radfahren und Laufen Zeit gutmachen zu können.

Endlich im Wettkampf angekommen

Ich konnte schon nach kurzer Zeit die ersten Teilnehmer überholen. Es lief viel besser als noch auf dem Trekkingrad im letzten Jahr. Lediglich der starke Wetterumschwung und zwei Rentner, die plötzlich die Strecke überquerten, konnten mich ein wenig ausbremsen. Mit knapp 52 Minuten auf den 24 Kilometern war ich deutlich schneller als im Vorjahr.

So ging es motiviert auf die 5 Kilometer-Laufstrecke in Kaiserau. Erneut konnte ich einige Teilnehmer überholen und lief nach 23 Minuten über die Ziellinie.

Im Vergleich zum Vorjahr konnte ich mich um ca. 10 Minuten verbessern, da sich das Teilnehmerfeld aber auch verbessert hat, landete ich erneut auf dem 100.Platz.

31. Kamener Sparkassentriathon 2015

Es ist vollbracht. Ich bin Triathlet. Ja ich habe es gewagt.

Schon seit Jahren reizt mich die Sportart. Ich finde es spannend drei unterschiedliche Sportarten hintereinander durchzuführen. Jedoch gab es bisher immer Hürden. Hier mal die zwei größten:

  • Ich kann nicht gut schwimmen.
  • Ich habe kein vernünftiges Fahrrad.

Den zweiten Punkt kann ich nicht mehr so stehen lassen. Mit den Kindern kauften wir uns zum Fahrradanhänger auch neue Räder. Seit dem besitze ich ein Trekkingrad. Aber die Motivation hiermit ein Triathlon zu absolvieren, wuchs nicht mit jedem Tag an.

Also informierte ich mich auf einigen Triathlon-Seiten, was man für den allerersten Triathlon benötigt. Ich schaute mir Bilder von anderen Wettkämpfen an und suchte nach Trekkingrädern. Vereinzelnd fand ich und so stieg in mir die Motivation. Okay, Schwimmen werde ich noch irgendwie üben können. Also melde ich mich zum Schnuppertriathlon an. 200m Schwimmen, 7,5km Radfahren und 2,5km Laufen bekomme ich doch wohl hin.

Der Termin rückte näher und plötzlich wollten auch Freunde mitmachen. Aber nicht den Schnuppertriathlon, sondern den Breitensporttriathlon. Alles wurde länger. 500m Schwimmen, 24,0 km Radfahren und abschließend 5 km Laufen. Die Hürde wurde wieder größer, aber durch die Teilnahme der Freunde gab es kein Zurück mehr.

Der Tag kam und meine Nervosität wuchs rapide an, als ich mit meinen Kindern die Startunterlagen abholte und in der Wechselzone die Räder sah. Räder??? Nein, die Rennmaschinen sah. Okay, und ich mit meinem Trekkingrad mit Schutzblechen, Licht, Fahrradständer, Gepäckträger usw. Eigentlich fehlte nur noch das Radio…

  1. Juni 2015, 14:15 Uhr: Freibad Kamen

Mit einer Fünfergruppe warte ich im Wasser auf den Start. Kurze Umfrage zwischen allen, welcher Schwimmstil bevorzugt wird. Lustige Schwimmergruppe. Ein einziger Teilnehmer will Kraulen, eine will Rückenschwimmen, der Rest ist im Bruststil unterwegs.

Nach 13:23 Minuten überlaufe ich die Zeitmessung in der Wechselzone aufs Rad. Jetzt kurz die Klamotten wechseln und ab auf Rad. Zack, da reißt die Startnummer vom Band. Zum Glück hilft mir ein Helfer vor Ort mit Sicherheitsnadeln. So komme ich etwas verspätet auch auf die Straße.

Die 24 km Rad auf der Westicker Straße hatte ich einfacher erwartet. Ich bekam überhaupt keine Geschwindigkeit auf den Asphalt. Nach und nach zogen die restlichen Teilnehmer an mir vorbei. Selbst auf die wenigen noch einholbaren verlor ich wichtige Meter. Nach 1:00:46 durfte ich vom Rad steigen. Meine Nervosität vor dem Radfahren war berechtigt. Ob es an mir lag oder am Fahrrad? Ich weiß es nicht. Aber ich war da ganz bestimmt nicht schuldlos.

Zurück zum Wettkampf. Der Wechsel vom Rad in die Laufschuhe lief problemlos. Man gab mir einen Tipp. Ich solle doch nächstes Mal andere Schnürrbänder verwenden. Naja, die paar Sekunden sind glaube ich nicht entscheidend.

In den Laufschuhen fühlte ich gleich besser. Jetzt wurde gefightet. Es dauerte ein paar Meter, aber dann sah ich die ersten vor mir. Ich kämpfte mich heran und überholte doch noch einige Teilnehmer. Meine allergrößte Angst als Letzter den ersten Triathlon zu beenden war besiegt. Nach 5 km hatte ich einige überholen können. Da der Schnuppertriathlon parallel noch lief, wusste ich nicht, aus welchem Wettbewerb die Teilnehmer waren. Aber es tat gut. Die 5km beendete ich in 26:03 Min und so kam ich als 123. der Gesamtwertung ins Ziel.

 

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